Weihnachtsbaum schmücken

Heute waren unsere Füchse (Vorschüler) in der Stadt und haben einen Nadelbaum mit selbst gebastelter Weihnachtsdeko zum Weihnachtsbaum geschmückt.
Wir wünschen euch in dieser besonderen Zeit eine schöne Vorweihnachtszeit mit euren Lieben! Bleibt gesund. :-*
 

Eicheln – Sammelaktion

Am 24.10.2020 haben die Eltern von und mit unseren Waldkindern an der diesjährigen Eicheln-Sammelaktion der städtischen Forstverwaltung Lohr a.Main teilgenommen. Die eingenommene Vergütung für die gesammelten rund 100kg Eicheln, werden wir für eine besondere Aktion (z.B. Besuch des Falkners) für unsere Waldkinder verwenden. :-)

Vielen Dank allen Beteiligen für eure Teilnahme zugunsten unseres Waldkigas! <3 

Kinder wachsen draußen am besten

Diesen Satz habe ich vor 12 Jahren in einer Werbeanzeige für robuste Kinderkleidung gelesen. Meine dreijährige Tochter sollte bald in den Kindergarten kommen und ich war auf der Suche nach geeigneter Kleidung. Zum Schrecken meines Umfeldes hatte ich sie im örtlichen Waldkindergarten angemeldet. Es hagelte geradezu skeptische Kommentare:

Was spielen die Kinder denn ohne Spielzeug?                         
Da wird dein Kind aber oft krank sein!
Dort lernen die Kinder doch gar nichts für die Schule!
Die Kinder haben doch gar kein Klo!
Wohin gehen die Kinder wenn es regnet oder schneit?
Der ganze Dreck kommt mit nach Hause!

Zum Glück ließ ich mich nicht verunsichern und meine Tochter startete sowieso vorurteilsfrei ihre Waldkindergartenzeit. Sie spielte mit einem unbegrenzten Vorrat an Material, denn nichts war vorgegeben und die Fantasie regierte den Tag.

Bäume waren sowohl Kulisse, wie auch Versteck oder Klettermöglichkeit. Steine wurden gestapelt, Zapfen gesammelt, Erde diente als Baumaterial und Holz wurde vielfältig bearbeitet.

Die einzige Schwierigkeit mit dieser Art von Spielzeug hatten wir Eltern und zwar wenn wir in der Rinde, die wir im Rucksack fanden keinen Fotoapparat erkannten und folgerichtig von unserem Kind belehrt wurden.

Es gab also vielfältigere Spielmöglichkeiten, als es in klassischen Bau-, Puppen-, Kuschel- oder Leseecken zu finden gibt.

Meine Tochter war zum Erstaunen meines skeptischen Umfeldes äußerst selten krank und der Kinderarzt kannte uns nur von den Routine-Untersuchungen. Bei jedem Wetter draußen zu sein stärkt die Widerstandskraft, der Körper tankt Vitamin D und zudem verbreiten sich Krankheiten an der frischen Luft nicht so leicht wie in geschlossenen Räumen, das weiß seit Corona jeder.

Für die Schule war meine Tochter sehr wohl gut vorbereitet. Die Natur ist ein guter Ort, um zu lernen. Rechnen übte sie unter anderem, wenn sie Nüsse abzählte. Die Grundlagen für das Schreiben eignete sie sich z.B. mit Stöcken an mit denen sie in den Sand zeichnete. Heimat und Sachkundeunterricht begegnete ihr täglich, wenn sie Tiere oder Pflanzen im Jahreskreis beobachtete. Fitter als jeden Tag mit Rucksack durch den Wald zu marschieren, dort zu klettern und Abhänge hinunterzukullern, hätte meine Tochter kein Sportunterricht in einem Kindergartenraum gemacht.

Das mit dem Klo verhielt sich so: Meine Tochter weigerte sich lange Zeit auf Gemeinschaftstoiletten wie sie in Schwimmbädern oder aber in Kindergärten vorhanden sind zu gehen. Die Pinkelstelle im Wald nutze sie jedoch ganz selbstverständlich. Ich konnte sie nur zu gut verstehen.

Das Wetter kann sein wie es will, es gibt immer geeignete Kleidung. Zudem bietet Regen oder Schnee viele Spielmöglichkeiten, wie etwa Mini-Flüsse in den Matsch ziehen oder Schneeburgen bauen. War jemand durchgeweicht, gab es einen Bauwagen in dem Ersatzkleidung bereitlag. Dort konnten sich frierende Kinder auch mal aufwärmen und dort wurde auch bei sehr kalten Temperaturen gegessen. Gegen Regen auf dem Pausenbrot wurde dagegen oft nur eine Plane über den Platz gespannt.

Dem Thema Dreck entgegne ich das Zitat von Maria Montessori: „Wenn Sie Ihr Kind heute sauber aus der Kita abholen, dann hat es nicht gespielt und nichts gelernt.“ Dem entsprechend konnte ich jeden Tag einen Lernfortschritt bei meinem Kind beobachten. Im Laufe der drei Kindergartenjahre begegnete mir jede Art von Erde oder Pflanzenteilen auf meiner Tochter. Es lohnte sich also, sich schnell eine Technik anzueignen, das Kind noch bevor es in das Haus kam, umzuziehen. Die Eltern, die ihr Kind mit dem Auto abholten, verfügten über Wechselkleidung und Schmutzwanne im Kofferraum. Ich kam meist mit dem Rad und zog meine Tochter im heimischen Keller um. Die Kleidung wurde oft nur ausgeschüttelt oder abgebürstet, statt gewaschen und damit fiel die Schmutzwäsche nicht ins Gewicht.

Ob nun alle Kinder draußen am besten wachsen, kann ich nicht beurteilen. Meine Tochter jedenfalls entfaltete sich sowohl körperlich, als auch seelisch und verstandesmäßig wunderbar. Die Kindergärtnerinnen des Waldkindergartens schenkten ihr die Freiheit sich nach ihren Fähigkeiten zu entwickeln und unterstützen sie mit dem aus der Montessori-Pädagogik stammenden Grundsatz: „Hilf mir, es selbst zu tun.“  Die Natur stärkte sie mit Sonnenlicht, Kontakt zur Erde, Wind und Regen. Die anderen Kinder schulten ihren Sinn für Gemeinschaft. Durch das tägliche hautnahe Erleben des Jahreskreises ordnete sie sich ganz selbstverständlich in den Lauf der Welt ein.

Der Waldkindergarten passte sich mit den Jahren an veränderte Elternwünsche und dem Zeitgeist an. Mein jüngster Sohn kam vor drei Jahren in den Waldkindergarten. Alles, was ich Positives aus der Kindergartenzeit meiner Tochter kannte hatte sich nochmals verbessert. Vor allem hatten wir das besondere Glück, wundervolle Menschen als Kindergärtnerinnen zu erleben. So profitierte sowohl mein Sohn, wie auch ich, sehr von der kompetenten, zugewandten, klaren Art des Teams, das sich gut versteht und aufeinander eingespielt ist.

Möglicherweise wachsen also nicht nur Kinder draußen am besten, sondern auch Kindergärtnerinnen.

Vielen Dank für eine wundervolle Zeit bei und mit Euch!

Eva Albert

 

Vorschule im Wald – groß werden am schönsten Ort der Welt! :-)

Ein wunderbarer Artikel von:  Goldportion – Annalena! 

Der Übergang zur Schule ist im August in greifbarer Nähe für die Adlerkinder – so nennen sich die Vorschulkinder bei mir im Waldkindergarten. Die Schuleinschreibung ist schon erledigt, Schultüten werden fleißig gebastelt, stolz werden die Schultaschen mit in den Wald gebracht & den anderen Kindern präsentiert, der Adlerausflug – der ganz alleine für die Vorschulkinder geplant wurde hat schon stattgefunden, die Abschiedsfeier steht an und die Adlergruppe erzählt aufgeregt von den bisher gemachten Erfahrungen mit der Grundschule. Doch dieser so aufregende Übergang beginnt im Waldkindergarten nicht erst im August unmittelbar vor der Einschulung, sondern schon weitaus früher. In unserem Waldkindergarten sieht man bereits den ersten Kindergartentag als Start für die Vorschule.

Waldkindergartenkind sein das bedeutet: Soziale Kontakte & die Strukturen einer Gruppe erleben – wer gibt hier den Ton an und welche Rolle nehme ich dabei ein? Von anderen Kindern lernen und ihnen etwas neues zeigen. Freundschaften knüpfen und Streitereien um das tollste Steckenschwert austragen. Erfahren, dass nicht immer alle Leute einer Meinung sind und dass das auch völlig ok so ist. Lernen wie mein eigenes Handeln bei anderen ankommt und was es bewirken kann. Effektive Wege entwickeln wie ich Konflikte löse. Mich mit meinen eigenen & den Emotionen und Gefühlen anderer Menschen auseinandersetzen. Laut schreien – ganz leise sein, Weinen – Lachen, Wütend sein – schöne Momente bewusst genießen. Erfahren, dass ich mir Hilfe holen kann, wenn ich es mal alleine nicht schaffe und dass dann jemand da ist dem ich vertrauen kann – dass ich aber auch selbst unterstützen kann, wenn an anderer Stelle Hilfe gebraucht wird. Dem phonologischen Bewusstsein – das bewusste Wahrnehmen von Lauten –  auf ganz natürliche Art und Weise im Alltag begegnen, durch Reimen, Singen, Rhythmus kreieren, Dichten & Quatsch reden. Spannende Bücher lesen, Waldkino kucken, bunte Bilder malen, beim Basteln & Gestalten der Phantasie freien Lauf lassen. Beim Balancieren meine persönlichen Grenzen testen, beim Rennen & Toben mein Herz schlagen spüren, mein individuelles Können wahrnehmen & einschätzen lernen. Auf hohe Bäume Klettern und staunen wie klein die Welt da unten aussieht, in Pfützen Springen dass es nur so spritzt und das Wasser in die Gummistiefel läuft, Schnitzen, Kräfte messen, Hinfallen – Aufstehen und bei all dem mich selbst spüren. Hunger macht ein komisches Gefühl im Bauch – Freude aber auch. Mit allen Sinnen die Umwelt begreifen – im wahrsten Sinne des Wortes. Im täglichen Geschehen ganz neue Erfahrungen sammeln und neugierig für Neues sein. Die Jahreszeiten erleben. Regen im Frühling ist nass – Sonne im Sommer ist heiß. Im Winter muss ich mich bewegen wenn mir kalt ist – Manchmal ist bewegen mit dicken Herbstklamotten aber auch echt anstrengend. All das sind grundlegende Erfahrungen und Kompetenzen, die ein junger Mensch für sein ganzes Leben benötigt und all das ist kurz gesagt: Vorschule!

Viele Eltern machen sich große Gedanken, wenn es um die Entscheidung für oder gegen einen Waldkindergarten geht und stellen häufig die Frage ob denn dort ausreichend Vorschule betrieben wird.

Wichtig ist zu sehen, dass Vorschule weitaus mehr ist, als nur stillsitzen, einen Stift korrekt halten & damit seinen Namen schreiben zu können. Völlig klar – auch das ist wichtig! Letztendlich ist auch der Begriff Vorschule ungünstig gewählt und mittlerweile überholt. Wir sprechen im Waldkindergarten gerne von Schulreife. Denn reif für die Schule zu sein beschränkt die jungen Persönlichkeiten nicht nur auf Aufgaben, welche konkret der Lehrplan der Schule abverlangt, sondern betrachtet die Bandbreiten an individuellen Stärken, Kompetenzen & Ressourcen die jedes Kind mitbringt. 

Natürlich ist es für die werdenden Schulkinder wichtig neben einer gefestigten Sozialkompetenz, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten & Motivation, ein bestimmtes Repertoire an schulischen Kompetenzen mitzubringen.

Deshalb kommt die Adlergruppe einmal wöchentlich zusammen und verbringt diesen Tag getrennt vom Rest der Gruppe um sich gezielt als werdende Schulkinder wahrnehmen zu können. In diesem Rahmen wird, unter Einfluss der Wald- & Naturraumpädagogik gemeinsam gearbeitet, geforscht und erlebt. Das pädagogische Team lässt sich dafür tolle Aufgaben einfallen, für dessen Umsetzung der Wald nahezu alles hergibt was benötigt wird. Beispielsweise werden aus Zweigen und Ästen Buchstaben gelegt und geformt. Wir lernen die Anlaute mit unseren Anlaut-ABC-Steinen kennen, denken uns ein lustiges Reimgedicht und witzige Liedtexte aus, welches wir dann der ganzen Gruppe vortragen. Mit all dem fördern wir die Sprachlichen Kompetenzen. Wir legen Zahlen mit unterschiedlichen Materialien. Entdecken Dreiecke, Vierecke und Kreise und andere Formen in der Natur. Zählen wie viele Baumringe der Baumstamm hat und vergleichen ob fünf Bucheckern mehr sind als zwei Kiefernzapfen oder andersrum. Welche Farben bietet der Wald und was passiert wenn ich diese mische? Gerade der mathematisch-naturwissenschaftliche Bereich ist im Wald sehr ausschöpfbar. Das üben der Fein- & Grobmotorik kommen wie bereits schon erwähnt während der gesamten Kindergartenzeit nicht zu kurz.

Wenn man von einem „normalen“ Kindergartenjahr ausgeht – ohne Corona – dann stellt auch die Zusammenarbeit mit der Grundschule einen großen Baustein der Schulvorbereitung dar. Die Adlerkinder dürfen dann zusammen mit einem Walteammitglied eine Schulhausralley und einen Schnupperunterrichtstag in der Grundschule besuchen. Dabei lernen die Adlerkinder die neue Umgebung kennen und wissen wohin sie im September täglich kommen. Die Lehrerin besucht uns im Wald um sich bei den zukünftigen Schulkindern vorzustellen und Fragen zu beantworten. Die Erst- und Zweitklässler starten tolle Gemeinschaftsaktionen mit den Kindergartenkindern in denen gebastelt und vorgelesen wird. Auch ein Patenkindsystem hilft den „Schulfrischlingen“ sich leichter in der neuen Umgebung anzupassen. Ein im Voraus stattfindender Kontakt zur Schule nimmt den Kindern die Angst vor Neuem und Unbekannten und ebnet ihnen einen guten Weg um den Übergang in die Schule positiv zu meistern. 

Man sieht also: der Waldkindergarten bietet den Kindern alles was sie zum groß werden brauchen. Vorbereitung auf die Schule zielt darauf ab dem Kind einen Werkzeugkoffer mit an die Hand zu geben, aus dem es auf seinem weiteren Lebensweg schöpfen kann. An dem Prozess, diesen individuellen Werkzeugkoffer zu befüllen, ist jedoch nicht nur alleine das Kind und der Waldkindergarten beteiligt. Der Prozess entsteht und wächst langsam, über Jahre hinweg. Essentiell ist eine positive Erziehungspartnerschaft mit den Eltern, sowie eine kontinuierliche Kooperation mit der Grundschule und allen beteiligten Personen.

Kinder brauchen Wurzeln die ihnen einen Fahrplan, Sicherheit und verlässliche Bezugspersonen bieten. Sie brauchen aber auch Raum für Kreativität und Freiheit, denn nur so können die Adlerkinder die Flügel ausbreiten und erfolgreich in die Schule fliegen. 

Quelle:  Text & Fotos: Annalena

Aus grau wird bunt

 
Heute Vormittag durften unsere Vorschüler einen Stromkasten in Sendelbach verschönern. :-) Lieben Dank an die kreativ begabte Waldmama, die vorab ein kleines bisschen Vorarbeit an Stamm und Wiese geleistet hat! 
 
Herzlichen Dank auch an die Telekom, die uns die Genehmigung unserer eingereichten Skizze zur Verschönerung des Stromkastens auf Basis ihres Projekts „aus grau wird bunt“ erteilt hat!
 

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Rotkehlchen

In den vergangenen 4 Wochen durften unsere Waldkinder ein einmaliges Schauspiel miterleben: Ein Rotkehlchen 🐦 hatte in einem Regal auf der Terrasse ein Nest gebaut und insgesamt 6 Eier ausgebrütet. Das Nest befand sich auf Augenhöhe der Kinder, so konnten diese die Entwicklung der kleinen Rotkehlchen mit respektvollem Abstand von Beginn an hautnah miterleben. Da die Jungvögel jetzt ausgeflogen sind, dürft nun auch ihr an diesem wunderbaren Erlebnis teilhaben. 😀🐦🥰

Regenbogengrüße während Coronapandemie

„Wir wünschen euch einen Regenbogen 🌈, der Hoffnung gibt und Brücken schlägt und euch mit seinen Farben durch den Alltag zu uns in den herrlichen Wald trägt.“

In diesem Sinne haben unsere Waldfamilien in den letzten Wochen ein Zeichen gesetzt, dass wir – auch in dieser ungewöhnlichen Zeit – alle miteinander verbunden sind… in der Hoffnung und Erwartung auf ein baldiges Wiedersehen im Wald. 🙏🤩🐝🌲🐿🍀🌺

Wir freuen uns sehr, dass unser Eingangsbereich durch unsere Waldwichtel mit ihren selbst gemachten regenbogenfarbenen 🌈 Stöcken geschmückt wurde! 🥳

Das habt ihr toll gemacht!

März 2020 – Shutdown Covid-19

Auch wir haben aufgrund Corona momentan geschlossen. Damit es euch in dieser herausfordernden Zeit und vor allem den Kids daheim nicht langweilig wird, haben wir hier ein paar Ideen zusammen gestellt, die ihr leicht mit euren Kleinen nach basteln könnt. (Fotos Quelle: Pinterest) 🥳

Viel Spaß dabei! 🤩💚🌈

Bleibt zu Hause und vor allem: bleibt gesund! 🙂🙏

Einblick 2020

Zwei unserer Waldkinder haben unserem alten, knorrigen ausgehöhlten Baum neues Leben eingehaucht. 😉  Unser „Schutzkrokodil“, wie es die Kids getauft haben, bekam mit Hilfe der Filztechnik sein wachsames Auge und mit weißer Acrylfarbe seine messerscharfen Zähne. 🐊🐊🐊

Die Kinder lernen dabei, ruhig zu sitzen, konzentriert zu arbeiten und trainieren gleichzeitig die Auge-Hand-Koordination und Feinmotorik.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen! 😍